Der im August vergangenen Jahres am Tatort des Gewaltverbrechens in Bayreuth entdeckte Hammerkopf wirft bei den Ermittlern der Soko Radweg nach wie vor viele Fragen auf. Um wichtige Hinweise zur Herkunft des Hammers und damit eventuell auch zur Aufklärung des Mordes an dem 24 Jahre alten Fahrradfahrer zu erhalten, starten die Kriminalbeamten einen erneuten Zeugenaufruf.
Zusammenhang des Hammerkopfes mit dem Mord bislang nicht eindeutig geklärt
Der abgebrochene, 500 Gramm schwere Kopf eines älteren Schlosserhammers wurde in der Tatnacht zum 19. August 2020 neben dem Leichnam des jungen Mannes auf dem Fuß- und Radweg zwischen der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Fraunhoferstraße entdeckt. Wie eine Obduktion bestätigte, starb der 24-jährige Radfahrer aufgrund massiver Gewalteinwirkung mit einem Messer. Ein Zusammenhang des Hammerkopfes mit dem Mord ist nach intensiven Ermittlungen und Untersuchungen bislang nicht eindeutig geklärt. Ebenso konnte der abgebrochene Holzstiel des Hammers noch nicht aufgefunden werden, so das Polizeipräsidium Oberfranken am Dienstag (08. Juni).
Wurde der Hammer bei einem Einbruch oder Diebstahl verwendet?
Für die Ermittler der Soko Radweg ist es deshalb von Bedeutung zu erfahren, woher dieser Hammerkopf stammt beziehungsweise wer einen solchen kompletten Hammer vermisst. Dabei schließen die Beamten nicht aus, dass dieses Werkzeug vor der Tatnacht bei einem Einbruch oder Diebstahl in und um Bayreuth entwendet worden sein könnte. Ohne, dass dies bislang bemerkt oder bei der Polizei angezeigt wurde.
Beschreibung des 500 Gramm schweren Schlosserhammers
Bei dem aufgefundenen, 500 Gramm schweren Hammerkopf handelt es sich um einen älteren Schlosserhammer. Auffällig an dem Kopf des Hammers sind die Reste der silbernen Lackierung, die sich an Ober- und Unterseite finden. An der Spitze der Finne und an der Seite der Finne fanden sich rötliche Lackanhaftungen. Auffällig ist auch die Abplatzung an der, von hinten gesehen, rechten Kante der Schlagfläche. Der Hammerstiel aus Eschenholz ist abgebrochen.
Nach wie vor Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt
Nach wie vor sind für Hinweise, die zum Täter oder zur Aufklärung der Tat führen, eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Die Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Die Auslobung gilt ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört. Hinweise nimmt die Soko Radweg unter der Telefonnummer 0921/506 2444 entgegen.