Mi., 23.08.2023 , 12:30 Uhr

Landkreis Hof

Vollsperrung auf der A9 bei Selbitz: Jungbulle "Uwe" flieht aus Transportanhänger

Weder Jungbulle noch Menschen bei Flucht verletzt

Glück hatte am Dienstagabend (22. August) wohl ein Jungbulle, der mitten auf der A9 bei Selbitz (Landkreis Hof) aus seinem Transportanhänger floh. Er blieb unverletzt an einer Böschung stehen. Für den Rettungseinsatz war es dennoch nötig, die Autobahn in beiden Richtungen voll zu sperren. Das teilte die Verkehrspolizei Hof am Mittwoch mit.

Jungbulle „Uwe“ hat anscheinend genug vom Autofahren 

Ein 27-Jähriger aus Hof hatte den Jungbullen namens „Uwe“ am Nachmittag in Lobenstein (Thüringen) mit dem Anhänger abgeholt. Kurz nach 18:00 Uhr war er dann in der Nähe des Autobahndreiecks „Bayerisches Vogtland“ in Fahrtrichtung München unterwegs, als Uwe wohl genug von der Fahrt hatte. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 80 Stundenkilometern gelang es dem Tier die Bordwand zu überwinden und sich durch die Planendecke den Weg in die Freiheit zu erkämpfen. Unverletzt rettete er sich an eine Böschung und blieb dort stehen.

Schütze beruhigt Uwe mit Betäubungspfeil

Bei der Polizei gingen daraufhin mehrere Notrufe ein. Deshalb wurden mehrere Streifen an die Stelle geschickt. Für den Rettungseinsatz war eine kurzfristige Vollsperrung beider Fahrtrichtungen erforderlich. Zwischenzeitlich wurde auch ein Schütze angefordert, der Uwe mit einem Betäubungspfeil aus sicherer Entfernung beruhigte. Uwe konnte dann mit einem Radlader von der Autobahn abtransportiert werden.

Verkehr während Rettungsaktion umgeleitet

Während der Aktion, die zirka eine Stunde dauerte, wurde der Verkehr in beiden Richtungen abgeleitet und über die Umleitungsstrecken geführt. Laut Auskunft des 27-jährigen Fahrers hat Jungbulle Uwe alles gut überstanden und befindet sich gesund und munter bei seinen weiblichen Artgenossinnen auf die Weide, so die Polizei.

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