
Weihnachten 2014: Grüße von Johann Kalb
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
die Kalender für 2014 sind mittlerweile ziemlich verbraucht, die ersten Einträge für 2015 bereits gemacht. Doch ehe man die alte Chronik schließt, hat er es verdient, dass man noch einmal einen Blick hinein wirft. Das Jahr 2014 war für mich persönlich ein ganz besonderes. Seit 1. Mai darf ich als Landrat unserem schönen Landkreis dienen. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich ganz herzlich. Die neuen Aufgaben erfüllen mich mit großer Freude und Zufriedenheit und ich stelle mich gerne der übertragenen Verantwortung. Gemeinsam mit Ihnen will ich unseren Landkreis gestalten. Ich danke für die bereits vielfältig erbrachte tatkräftige Unterstützung und bitte Sie auch weiterhin um Ihr Wohlwollen.
Unser Landkreis Bamberg ist gut aufgestellt. Jetzt gilt es, ihn zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Die Schwerpunkte dabei liegen auf den Themenfeldern Bildung, Kommunikation, Wirtschaft, Mobilität und Verkehr, Breitband, Gesundheit, Energie und Umwelt, Internationale Kontakte sowie Jugend und Familie, demographische Entwicklung im ländlichen Raum, Ehrenamt und Tradition. Viele aktuelle Themen standen auf der Agenda der vergangenen Monate und werden uns auch in Zukunft weiterhin beschäftigen.
Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum fordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Mit der Gründung der „Regionalen Gesundheitskonferenz“ haben wir ein Gremium geschaffen, in dem nicht „praxisfern“ statistische Zahlen diskutiert, sondern ganz konkret der regionale Bedarf ermittelt und praktische Lösungen gefunden werden. Diese reichen von der Verbesserung der ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen über die Verbesserung der Kommunikation an den medizinischen Schnittstellen bis hin zu verschiedene Lösungsansätzen zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung auf dem Land. Im Hinblick auf die medizinische Versorgung freue ich mich, dass die Krankenhäuser der gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH, im Gegensatz zu zahlreichen anderen Kliniken in Deutschland, schwarze Zahlen schreiben.
Ein klares Ziel des Landkreises Bamberg ist es, die Anerkennung des Steigerwaldes als Weltnaturerbe zu erreichen. Ein erster wichtiger Schritt sind die Planungen eines Baumwipfelpfades. Weiterhin ist beabsichtigt, bis spätestens Ende Januar 2015 ein landkreisübergreifendes Schutzkonzept für den Steigerwald vorzulegen und auf dieser Grundlage die Bewerbung für die Anerkennung als Welterbe zu verfolgen. Den Klimaschutz und den Ausbau der regenerativen Energien, insbesondere der Windenergie, hat der Landkreis Bamberg fest im Blick. Gemeinsam mit der Stadt Bamberg haben wir uns im Rahmen der „Klimaallianz Bamberg“ zum Ziel gesetzt, den Energiebedarf der Region bis zum Jahr 2035 vollkommen eigenständig und aus erneuerbaren Energien zu decken.
Vor einigen Wochen haben wir die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) 2014-2020 für die Region Bamberg auf den Weg gebracht. Sie bietet auch in Zukunft auf unterschiedlichsten Ebenen wertvolle Entwicklungschancen für unseren Landkreis. Im Bereich Kultur bieten Stadt und Landkreis künftig ein Kunststipendium an, das Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen soll, sich einige Monate lang auf ihre Arbeit zu konzentrieren, um Projekte zu beginnen, fortzusetzen oder fertigzustellen. Welche Ideen und Wünsche unsere jungen Landkreisbürgerinnen und -bürger haben, habe ich bei den ersten Jugendsprechstunden in Strullendorf und in Stappenbach erfahren. 2015 wird die Serie unter dem Motto „Landrat on Tour“ quer durch den Landkreis Bamberg fortgesetzt werden.
Während die Stationierung der Amerikaner in Bamberg mit der Schließung der US-Garnison im September endete, kamen zahlreiche Asylbewerber im Landkreis Bamberg an. Ihre menschenwürdige Versorgung stellt angesichts der ständig steigenden Zuwanderungszahlen eine humanitäre, gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar, die uns auch in Zukunft beschäftigen wird. Am Ende des Jahres möchte ich die Gelegenheit nutzen, allen von Herzen zu danken, die ihre Zeit und ihr Können zum Wohle unseres Landkreises und der Gemeinden eingesetzt haben – sei es hauptberuflich oder ehrenamtlich, in Ämtern, Behörden, Vereinen und Verbänden oder auf andere Weise. Nur mit ihrer Hilfe kann unser Gemeinwesen funktionieren. Wenn Menschen außer ihren eigenen Interessen auch die Allgemeinheit im Blick haben, entsteht ein für uns alle lebenswertes Miteinander und liebenswerte Heimat.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein friedvolles Weihnachtsfest und Gesundheit, Glück und Gottes Segen für das Jahr 2015!
Ihr Johann Kalb